pc-euro-tastaturEin Sportwetten-Fan, der die Maximierung seiner Gewinne im Auge hat, muss sich auch mit dem Thema Gebühren beschäftigen. Nicht jeder Sportwettenanbieter ist komplett kostenfrei, wobei die Gebühren an unterschiedlichen Stellen anfallen können. Fast immer ist es aber möglich, einen Online-Buchmacher gebührenfrei zu nutzen, doch dazu muss der Kunde einige Details beachten.

Im schlimmsten Fall können die Gebühren sogar aus einem Gewinner einen Verlierer machen. Deswegen ist es für jeden Sportwetten-Fan wichtig, das Thema Gebühren zu beachten.

Überblick über Gebühren – Wann fallen sie bei Sportwettenanbietern an?

Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Felder, in denen Gebühren anfallen können: Einzahlungen, Auszahlungen und Kontonutzung. Bei Einzahlungen sind Gebühren die Ausnahme, da die Buchmacher daran interessiert sind, dass die Kunden eine Einzahlung machen. Allerdings gibt es bestimmte Zahlungsmethoden, zum Beispiel Kreditkarten, die auch bei Einzahlungen relativ häufig mit Gebühren versehen sind, da bei der finanziellen Transaktion relativ hohe Kosten für die Buchmacher entstehen. Bei Auszahlungen sind Gebühren weitaus häufiger zu finden als bei Einzahlungen. Es ist aber eher die Ausnahme, dass ein Buchmacher bei allen Auszahlungsmethoden eine Gebühr verlangt. In der Regel gibt es mindestens eine Zahlungsoption, die gebührenfrei ist. In jedem Fall ist es aber sinnvoll, vor der Registrierung bzw. vor der ersten Einzahlung zu überprüfen, ob bei einer späteren Auszahlung eine Gebühr anfällt.

Kontoführungsgebühren werden von wenigen Buchmachern erhoben und in der Regel auch nur dann, wenn ein Kunde sein Konto über einen längeren Zeitraum nicht nutzt. Dann kann es allerdings durchaus passieren, dass ein vorhandenes Guthaben sukzessive kleiner wird, weil der Buchmacher regelmäßig einen kleinen Betrag für die Nutzung des Kontos abzieht. Die meisten Buchmacher haben keine derartige Regelung, aber auch in diesem Fall lohnt es sich, vor der Registrierung bzw. vor der ersten Einzahlung zu überprüfen, ob eventuell Gebühren für die Kontoführung anfallen. In der Regel ist es übrigens so, dass nur das vorhandene Guthaben bezüglich der Gebühren gewertet wird. Wenn kein Geld mehr auf dem Konto ist, werden auch keine Gebühren eingezogen. Deswegen ist es immer eine gute Strategie, ein ungenutztes Konto zügig mit einer Auszahlung leer zu räumen. Dann laufen Sie auch nicht Gefahr, dass Sie durch eine automatisch erhobene Kontoführungsgebühr bei Inaktivität Geld verlieren. Solange Sie ein Konto aktiv nutzen, müssen Sie sich zumindest bei den bekannten und großen Sportwettenanbietern keine Sorgen machen, dass Kosten für die Kontonutzung entstehen.

Wie lassen sich Gebühren bei der Einzahlung vermeiden?

50euro-geldscheine-onlineeinzahlungBei einer Einzahlung sollten Sie grundsätzlich immer eine Zahlungsmethode wählen, bei der keine Gebühr anfällt. Auf der Zahlungsseite des Sportwettenanbieters werden die Gebühren in der Regel transparent angegeben. Spätestens aber bei der Einzahlung werden Sie darauf hingewiesen, dass eine Gebühr anfällt. Gegebenenfalls sollten Sie dann die Einzahlung abbrechen und eine andere Zahlungsmethode wählen, die ohne Gebühr funktioniert.

Grundsätzlich sind die Online-Buchmacher daran interessiert, gebührenfreie Einzahlungen zu ermöglichen. Da die Kosten aber zum Beispiel bei Einzahlungen per Kreditkarte für die Wettanbieter relativ hoch sind, gibt es einige Anbieter, die eine kleine Gebühr bei bestimmten Zahlungsmethoden erheben. Falls irgendwie möglich sollten Sie immer eine Zahlungsmethode verwenden, die ohne Gebühr auskommt. Falls nur eine der Zahlungsmethode mit Gebühr infrage kommt, sollten Sie die Methode verwenden, die für Ihre Einzahlung für die niedrigste Gebühr hat. Vorsicht ist insbesondere bei Gebühren geboten, die prozentual berechnet werden. Bei hohen Einzahlungsbeträgen können Sie ansonsten sehr schnell auf eine relativ hohe Gebühr kommen.

Wie lassen sich Gebühren bei der Auszahlung vermeiden?

Bei Auszahlungen werden häufiger als bei Einzahlungen Gebühren verlangt, aber es gibt fast immer auch gebührenfreie Auszahlungsmethoden. Schon bei der Einzahlung sollten Sie sich genau informieren, mit welchen Zahlungsmethoden eine gebührenfreie Auszahlung möglich ist. Es ist eine gängige Regel, dass eine Zahlungsmethode nur dann für eine Auszahlung zur Verfügung steht, wenn auch eine Einzahlung mit dieser Methode gemacht worden ist (Häufige Ausnahme: Banküberweisung). Insofern sind Sie gut beraten, wenn Sie die Auszahlung schon bei der Einzahlung ins Kalkül ziehen.

Einige Buchmacher bieten nur eine bestimmte Zahl von Auszahlungen in einem vorgegebenen Zeitraum gebührenfrei an. Eine solche Regel sollten Sie unbedingt kennen, damit Sie sich entsprechend bei Auszahlungen verhalten können. Wenn beispielsweise drei Auszahlungen pro Monat gebührenfrei sind, sollten Sie nicht mehr als drei Auszahlungen pro Monat beantragen. Dementsprechend kann es bei solchen Buchmachern sinnvoll sein, eine Auszahlung nicht gleich bei jedem kleinen Wettgewinn zu beantragen. Es ist zudem immer ein Vorteil, wenn Sie bei mehreren Zahlungsanbietern, zum Beispiel Neteller, Skrill und PayPal ein Konto haben, denn dann können Sie je nach Online-Buchmacher flexibel bei Auszahlungen reagieren. Nicht zuletzt spielt auch das Tempo bei Auszahlungen eine Rolle und in dieser Kategorie sind die E-Wallets in der Regel ganz weit vorne.

Die 3 Top Auszahlungsmöglichkeiten beim Buchmacher Tipico (Quelle: Tipico)

Die 3 Top Auszahlungsmöglichkeiten beim Buchmacher Tipico (Quelle: Tipico)

Sind die Gebühren ein Faktor für die Gewinnchancen?

Gebühren sind nicht nur ärgerlich, sondern auch relevant für Ihre Gewinnchancen. Natürlich gewinnen Sie nicht mehr Wetten oder weniger Wetten, nur weil Sie bei einer Einzahlung oder einer Auszahlung eine Gebühr bezahlen müssen. Aber wenn Sie bei einer Einzahlung eine Gebühr bezahlen müssen, steht Ihnen ein geringerer Betrag für Ihre Wetten zur Verfügung. Wenn Sie aber weniger Geld einsetzen können, sinken insgesamt auch Ihre Gewinnchancen. Das Wettbudget wird schon reduziert, bevor Sie überhaupt damit angefangen haben, Sportwetten bei Ihrem Buchmacher zu platzieren. Eine Gebühr ist gewissermaßen eine verlorene Wette, bei der Sie nicht die geringste Gewinnchance haben.

Bei Auszahlungen wird die Gewinnchance nachträglich reduziert, denn die Gebühr verringert Ihren Gewinn. Das ist eine höchst unangenehme Sache. Stellen Sie sich einmal vor, Sie haben mit strategischem Aufwand und ein bisschen Glück einen hohen Wettgewinn erzielt und müssen dann einen spürbaren Anteil in Form einer Gebühr direkt wieder abgeben. Insbesondere bei prozentual erhobenen Auszahlungsgebühren verlieren Sie bei großen Gewinnen einen unangenehmen hohen Anteil. Fast immer ist es aber möglich, eine Auszahlung ohne Verlust zu machen, eventuell auch auf Kosten der Auszahlungsdauer. Zudem sollten Sie beachten, dass bei Banküberweisungen in internationalen Bereich unter Umständen Bank interne Gebühren anfallen. Zwar kommt das kaum noch vor, da zumindest innerhalb der EU die meisten derartigen Gebühren in den letzten Jahren reduziert bzw. komplett abgeschafft worden sind, aber wenn Ihre Bank nicht in der EU ansässig ist, sollten Sie sich vor der Auszahlung bei Ihrer Bank informieren.

Sind die Gebühren abhängig vom Wetteinsatz/Gewinn?

Fotolia_23087833_XS_sportwetten-ohne-steuerDer Wetteinsatz und der Gewinn haben nichts mit der Gebühr zu tun. Eine Ausnahme, die aber nicht direkt eine Gebühr betrifft, ist die Wettsteuer. Die meisten Wettanbieter erheben aber wenn überhaupt nur Gebühren bei Einzahlungen und Auszahlungen. Insofern ist es relativ leicht, den Überblick zu bewahren. Indirekt kann die Höhe des Wetteinsatzes eine Rolle spielen, wenn Sie einen hohen Betrag für eine bestimmte Wette bei einem Buchmacher einzahlen und dabei eine Zahlungsmethode verwenden, bei der eine prozentual berechnete Gebühr anfällt. Wenn Sie beispielsweise 1.000 Euro für eine Wette einzahlen, ist es ein großer Unterschied, ob eine Zahlungsgebühr von 2 Euro oder von 2 Prozent (20 Euro) berechnet wird. Es gibt aber keine allgemeine Regel, ob es besser ist, eine feste Gebühr oder eine prozentuale Gebühr zu wählen. Entscheidend ist immer, wie hoch die Gebühr bei Ihrer ganz konkreten Einzahlung ist. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie bei allen finanziellen Transaktionen bei sämtlichen Buchmachern auf die Gebühren achten. Wenn Sie das machen, werden Sie ganz automatisch die meisten Gebühren vermeiden. Besonders komfortabel ist die Situation nur bei Buchmachern, die komplett auf Zahlungsgebühren verzichten.

Andere Gebühren sind bei Wettanbietern unüblich und kommen mindesten bei den aktuellen Top-Buchmachern im Internet nicht vor. Dennoch ist es immer ratsam, als Sportwetten-Fan wachsam zu bleiben, denn die Regeln können sich jederzeit ändern. Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass ein Online-Buchmacher auf die Idee kommen würde, einen kostenpflichtigen Dienst anzubieten, zumal der gesamte Markt aus kostenlosen Sportwettenanbietern besteht. Ein Buchmacher, der zum Beispiel eine Gebühr für das Platzieren einer Wette verlangen würde, hätte auf dem aktuellen Sportwetten-Markt im Internet nicht die geringste Chance. Grundsätzlich ist es heutzutage problemlos möglich, ohne jegliche Gebühren bei Sportwetten im Internet auszukommen. Es kann aber sein, dass Sie für die Gebührenfreiheit nicht jede Zahlungsmethode bei jedem Buchmacher benutzen können. Das ist letztlich aber kein Problem, zumal es sehr leicht ist, zum Beispiel ein Konto bei einer E-Wallet wie PayPal, Skrill oder Neteller zu eröffnen,

Akzeptable Gebühren? Nur in Ausnahmefällen!

kreditkarte-zahlung-onlineEs gibt Situationen im Leben eines Sportwetten-Fans, in denen Gebühren akzeptabel sind. Wenn Sie beispielsweise einen sehr hohen Gewinn gemacht haben und darauf angewiesen sind, dass Sie den Gewinn sehr schnell auszahlen können, kann es unter Umständen notwendig sein, dass Sie auf eine Zahlungsmethode zurückgreifen müssen, die mit einer Gebühr verbunden ist. Grundsätzlich sollten Sie so planen, dass Sie gar nicht erst in solche Situation kommen, aber nicht immer lässt sich das vermeiden. Notfalls sollten Sie in solchen Situation zumindest überprüfen, ob Sie nicht noch eine gleichwertige Zahlungsmethode mit einer niedrigeren Gebühr finden.

Manchmal brauchen Sie das Geld vielleicht auch nicht für private Zwecke, sondern für eine ganz besondere Wette bei einem anderen Buchmacher oder auch für einen Neukundenbonus. Wenn Sie beispielsweise bei einem anderen Sportwettenanbieter eine traumhafte Quote (einen Ratgeber zum Thema Quoten findest Du hier) gefunden haben, ist es unter Umständen sehr wichtig, dass Sie möglichst schnell über das nötige Kapital für die Wette verfügen können. In diesem Fall kann es sein, dass die Gebühr nur ein minimaler Nachteil ist, den Sie aber durch den Vorteil der hohen Quote wieder kompensieren können. Dennoch sollten Sie sich dann in solchen Fällen immer ganz genau überlegen und ausrechnen, ob es sich tatsächlich lohnt, die Gebühr zu bezahlen.

Das Auszahlungstempo ist insgesamt ein wichtiges Thema für viele Sportwetten-Fans. Dennoch sollten Sie sich nicht dazu verführen lassen, nur um ein paar Tage zu gewinnen, ständig Gebühren zu bezahlen. Im Idealfall haben Sie zum Beispiel auf ihrem E-Wallet-Konto immer genügend Geld, um den nächsten Neukundenbonus zu nutzen. Keinesfalls sollten Sie sich zudem in eine Lage bringen, in der Sie dazu gezwungen sind, Geld sehr schnell auszuzahlen, weil Sie zum Beispiel die Miete oder den nächsten Einkauf finanzieren müssen. Sportwetten sollten Sie immer nur mit dem Geld abschließen, das Sie auf keinen Fall für irgendwelche lebenswichtigen Dinge benötigen. Es gibt keine sicheren Sportwetten und deswegen müssen Sie immer davon ausgehen, dass Sie auch einmal Ihr Kapital verlieren können. Selbst die sichersten Arbitrage-Wetten haben immer noch ein Restrisiko und sei es die Pleite des Buchmachers, so dass Sie sich nie auf einen Wettgewinn verlassen sollten.

Welche Kostenfallen gibt es sonst noch bei Wettanbietern?

Neben den Zahlungsgebühren ist für Kunden mit Wohnsitz in Deutschland vor allem die Wettsteuer (der Artikel zum Thema Wettsteuern könnte Dich auch interessieren) ein wichtiger Kostenfaktor. Es gibt einige wenige Sportwettenanbieter, zum Beispiel Tipico und Kingplayer, die darauf verzichten, die Wettsteuer, die jeder Buchmacher in Deutschland bezahlen muss, an den Kunden weiterzugeben. Aber die meisten Buchmacher stellen den Kunden die Wettsteuer in Rechnung. Entweder wird die Wettsteuer direkt vom Einsatz abgezogen oder aber vom Gewinn.

Wettseite des Buchmachers Tipico, wo steuerfreies Wetten möglich ist (Quelle: Tipico)

Wettseite des Buchmachers Tipico, wo steuerfreies Wetten möglich ist (Quelle: Tipico)

Bei der Wettsteuer handelt es sich um eine sehr unschöne Kostenfalle, denn letztlich sinkt durch die Wettsteuer die Wettquote. Fachleute sprechen deswegen auch von der Nettoquote und der Bruttoquote. Grundsätzlich sind Sie immer gut beraten, wenn Sie alleine die Nettoquote berücksichtigen, insbesondere wenn Sie einen Quotenvergleich machen. In Deutschland beträgt die Wettsteuer 5 Prozent, so dass Sie zum Beispiel bei einem Einsatz von 100 Euro durch die Einsatzbesteuerung am Ende nur noch 95 Euro bei einer Wette platzieren würden. Wenn der Gewinn besteuert wird, würde ein Gewinn von 100 Euro durch die Wettsteuer auf 95 Euro reduziert. An diesen beiden einfachen Beispielen wird schon deutlich, dass die Wettsteuer ein relevanter Kostenfaktor ist, den Sie berücksichtigen sollten.

Allerdings sollten Sie die Wettsteuer auch nicht überbewerten, denn die Quote ändert sich auch lediglich um 5 Prozent durch die Wettsteuer. Aus einer Quote von 10,0 wird durch die Wettsteuer dementsprechend eine Quote von 9,5. Wenn Sie nun einen Wettanbieter finden, der eine deutlich bessere Quote anbietet als alle anderen Anbieter auf dem Markt, können Sie problemlos auch die Wettsteuer verkraften. Deswegen ist es gerade bei der Wettsteuer wichtig, immer die gesamte Rechnung zu machen, damit Sie wissen, ob die Kosten das Gesamtergebnis tatsächlich soweit trüben, dass Sie die Wette besser bei einem anderen Sportwettenanbieter platzieren.

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